| chavezist ( @ 2005-11-16 18:45:00 |
Chávez und die Lehren aus Mar del Plata
In einer mehrstündigen Rede beim Amerika-Gipfel im argentinischen Mar del Plata hat Hugo Chávez, untersützt durch den Jahrhundertfußballer Diego Maradona, klar gemacht, dass die lateinamerikanischen Länder nicht willens sind, sich auf den Bush-Kuhhandel mit einer panamerikanischen Freihandelszone einzulassen. Wir Chavisten wollen dieser Sache etwas näher auf den Grund gehen und erklären, warum es bei Freihandel immer zwangsläufig Verlierer gibt und warum dabei immer die ärmeren Länder den kürzeren ziehen.
Freihandel bedeutet an sich, dass Waren und Dienstleistungen ungehindert die Grenzen in beide Richtungen passieren dürfen. Befürworter des Freihandels argumentieren, dass auf diese Weise diejenigen, die etwas am besten und kostengünstigsten herstellen können, zum Zuge kommen, und dass auf diese Weise ein Wettbewerb entsteht, der dazu führt, dass alle das machen, was sie am besten können – zum Vorteil aller Beteiligten.
Der Haken an der Sache ist jedoch, dass Länder wie die USA, die sich durch eine lange Tradition des ungehemmten Kapitalismus und Freihandels auszeichnet, einen erheblichen strategischen Vorteil gegenüber den anderen amerikanischen Ländern hat: Durch ihren hohen Maschinisierungsgrad und durch Ausbeutung billiger Arbeitskräfte können sie Waren erheblich billiger herstellen als ihre Konkurrenz, vor allem, indem sie gerade in den lateinamerikanischen Ländern Produktionsstätten eröffnen, welche die einheimische Bevölkerung, die keine besseren Alternativen hat, dazu zwingt, Arbeit zu einem viel niedrigeren Preis anzunehmen wie in den USA selbst. Durch diesen ungerechten Vorteil entsteht ein ruinöser Wettbewerb mit einheimischen Produzenten, denen die besten Arbeiter abhanden kommen, weil sie sich an die fremdländischen Firmen binden. So wird das Elend dieser Länder zementiert.
Die Alternative, welche Chávez aufzeigt und welche durch die Bolivarische Revolution durchgesetzt werden soll, ist eine raumorientierte Volkswirtschaft, in der jedes Land sich zwar auf seine Stärke besinnt, aber durch Importregelungen den Konkurrenzdruck von außen vermindert, um so aus eigener Kraft wachsen zu können. Beispiele aller Entwicklungsländer zeigen, dass eine Abschottung gegenüber ungezügeltem Freihandel eine viel gleichmäßigere und gerechte Entwicklung bewirkt. Es bilden sich keine neureichen Oberschichten und die Kluft zwischen Arm und Reich schließt sich statt zu wachsen. Diese Entwicklung wird aber dadurch verschleiert, dass die reichen Industrieländer solche Länder, wie etwa Kuba oder Simbabwe, ihrerseits durch Importzölle und sogar Exportboykotte daran hindern, sich angemessen zu entwickeln.
Wir Chavisten fordern deswegen eine Solidargemeinschaft echter Sozialstaaten weltweit, welche die jeweils anderen Staaten vor unlauterer Konkurrenz schützen und die Handel auf die Fälle beschränken, in denen ein Land aufgrund fehlender Ressourcen nicht in der Lage ist, das betreffende Gut selbst herzustellen.
In einer mehrstündigen Rede beim Amerika-Gipfel im argentinischen Mar del Plata hat Hugo Chávez, untersützt durch den Jahrhundertfußballer Diego Maradona, klar gemacht, dass die lateinamerikanischen Länder nicht willens sind, sich auf den Bush-Kuhhandel mit einer panamerikanischen Freihandelszone einzulassen. Wir Chavisten wollen dieser Sache etwas näher auf den Grund gehen und erklären, warum es bei Freihandel immer zwangsläufig Verlierer gibt und warum dabei immer die ärmeren Länder den kürzeren ziehen.
Freihandel bedeutet an sich, dass Waren und Dienstleistungen ungehindert die Grenzen in beide Richtungen passieren dürfen. Befürworter des Freihandels argumentieren, dass auf diese Weise diejenigen, die etwas am besten und kostengünstigsten herstellen können, zum Zuge kommen, und dass auf diese Weise ein Wettbewerb entsteht, der dazu führt, dass alle das machen, was sie am besten können – zum Vorteil aller Beteiligten.
Der Haken an der Sache ist jedoch, dass Länder wie die USA, die sich durch eine lange Tradition des ungehemmten Kapitalismus und Freihandels auszeichnet, einen erheblichen strategischen Vorteil gegenüber den anderen amerikanischen Ländern hat: Durch ihren hohen Maschinisierungsgrad und durch Ausbeutung billiger Arbeitskräfte können sie Waren erheblich billiger herstellen als ihre Konkurrenz, vor allem, indem sie gerade in den lateinamerikanischen Ländern Produktionsstätten eröffnen, welche die einheimische Bevölkerung, die keine besseren Alternativen hat, dazu zwingt, Arbeit zu einem viel niedrigeren Preis anzunehmen wie in den USA selbst. Durch diesen ungerechten Vorteil entsteht ein ruinöser Wettbewerb mit einheimischen Produzenten, denen die besten Arbeiter abhanden kommen, weil sie sich an die fremdländischen Firmen binden. So wird das Elend dieser Länder zementiert.
Die Alternative, welche Chávez aufzeigt und welche durch die Bolivarische Revolution durchgesetzt werden soll, ist eine raumorientierte Volkswirtschaft, in der jedes Land sich zwar auf seine Stärke besinnt, aber durch Importregelungen den Konkurrenzdruck von außen vermindert, um so aus eigener Kraft wachsen zu können. Beispiele aller Entwicklungsländer zeigen, dass eine Abschottung gegenüber ungezügeltem Freihandel eine viel gleichmäßigere und gerechte Entwicklung bewirkt. Es bilden sich keine neureichen Oberschichten und die Kluft zwischen Arm und Reich schließt sich statt zu wachsen. Diese Entwicklung wird aber dadurch verschleiert, dass die reichen Industrieländer solche Länder, wie etwa Kuba oder Simbabwe, ihrerseits durch Importzölle und sogar Exportboykotte daran hindern, sich angemessen zu entwickeln.
Wir Chavisten fordern deswegen eine Solidargemeinschaft echter Sozialstaaten weltweit, welche die jeweils anderen Staaten vor unlauterer Konkurrenz schützen und die Handel auf die Fälle beschränken, in denen ein Land aufgrund fehlender Ressourcen nicht in der Lage ist, das betreffende Gut selbst herzustellen.